Warum eigentlich lokal?

Die meisten KI-Werkzeuge schicken Ihre Daten in ein Rechenzentrum und liefern eine Antwort zurück. Colibri macht es umgekehrt: Die KI wird auf Ihrem Rechner installiert, die Daten bleiben, wo sie sind. Diese Seite erklärt, was das in der Praxis bedeutet und warum wir es so gebaut haben.

Die KI kommt zu den Daten, nicht die Daten zur KI

Bei der Installation lädt Colibri 18 kleine KI-Modelle auf Ihren Rechner. Jedes erledigt genau eine Aufgabe gut: beschreiben, was auf einem Bild zu sehen ist, Gesichter und Text erkennen, Sprache transkribieren und Sprecher unterscheiden, übersetzen, zusammenfassen, Ähnliches finden. Zusammen lesen sie jedes Foto, jedes Video, jede Tonaufnahme und jedes Dokument in Ihrem Bestand, und zwar auf Ihrem eigenen Prozessor und Ihrer eigenen Grafikkarte.

Nach diesem ersten Download arbeitet Colibri ohne Internetverbindung. Es gibt kein Konto, keinen API-Schlüssel und keinen Server auf unserer Seite, der je eine Datei sieht. Ziehen Sie das Netzwerkkabel, funktioniert die Suche trotzdem.

Datenschutz ohne Verträge und Ausnahmen

Verlage besitzen unveröffentlichte Manuskripte, lizenzierte Illustrationen, Interviews mit namentlich bekannten Menschen und Verträge. Archive verwahren Material, dessen Rechteinhaber nie einem Cloud-Upload zugestimmt haben. Mit Colibri stellt sich diese Frage nicht, weil das Material Ihre Systeme nie verlässt. Es gibt keinen Transfer in Drittländer, keine Auftragsverarbeitung bei einem ausländischen Server und keinen Anbieter, der mitliest.

Colibri trainiert kein Modell mit Ihren Dateien. Was entsteht, sind Beschreibungen, Transkripte und Suchindizes in einer Colibri-Datenbank auf Ihrem Rechner, auf Wunsch zusätzlich als Begleitdateien neben Ihren Daten. Löschen Sie sie, bleibt nichts zurück. Die DSGVO nennt das Recht auf Löschung, hier ist es ein Klick statt eines Antrags beim Anbieter.

Dasselbe gilt für das Urheberrecht. Styleguides, lizenzierte Figuren und Agenturfotos bleiben innerhalb der Lizenz, die Sie schon haben, weil sie nirgendwohin kopiert werden.

Ein Bruchteil der Energie

Große Cloud-Modelle beantworten jede Anfrage mit Hunderten Milliarden Parametern, in Rechenzentren, die Kühlwasser und die Stromversorgung einer Kleinstadt brauchen. Kleine, spezialisierte Modelle brauchen einen Bruchteil davon. Ein Laptop kann sie ausführen, und er tut es nur einmal: Jede Datei wird ein einziges Mal analysiert, jede spätere Suche und jede Frage kostet fast nichts.

Deshalb läuft Colibri auf Hardware, die Sie schon besitzen. Ein aktueller Mac oder ein Windows-PC mit Grafikkarte reicht für die tägliche Arbeit. Nichts muss angeschafft, ersetzt oder gemietet werden.

Einmal kaufen, unabhängig bleiben

Cloud-KI wird pro Anfrage, pro Datei oder pro Monat abgerechnet, und die Rechnung wächst mit dem Archiv. Colibri ist eine Lizenz, die Sie einmal kaufen. Es gibt keine Kosten pro Anfrage, keine Kosten pro Terabyte und kein Abo, das den Zugang zum Archiv abschaltet, wenn es ausläuft.

Unabhängigkeit geht über den Preis hinaus. Colibri hängt nicht an der Schnittstelle eines einzelnen KI-Anbieters, eine Änderung fremder Geschäftsbedingungen ändert also nicht Ihren Arbeitsablauf. Ihre Dateien bleiben in Ihren Ordnern und Formaten, die Metadaten liegen in einer Colibri-Datenbank daneben und lassen sich zusätzlich als offene Begleitdateien ausgeben, und Ihre bestehenden Systeme laufen weiter. Colibri ist eine Schicht darüber, kein Ersatz, und die Schicht lässt sich jederzeit wieder entfernen.

Häufige Fragen

Braucht Colibri eine Internetverbindung?

Nur einmal, um nach der Installation die KI-Modelle zu laden, und später für Updates. Analyse, Suche und der Frage-Antwort-Dialog laufen vollständig offline.

Wird mein Material zum Training von KI-Modellen verwendet?

Nein. Colibri trainiert kein Modell mit Ihren Dateien. Es erzeugt nur Metadaten und Suchindizes auf Ihrem Rechner, und beide lassen sich jederzeit rückstandslos löschen.

Welche Hardware brauche ich?

Zum Suchen und Stöbern in einer analysierten Sammlung reicht ein Mac mit Apple Silicon (ab macOS 14) und 16 GB Speicher oder ein Windows-10/11-PC mit vier Kernen und 16 GB RAM. Import und Analyse großer Bestände gehen mit 32 GB und mehr sowie einer eigenen Grafikkarte schneller; für Produktionstempo empfehlen wir einen Mac mit M-Max-Chip oder einen Windows-PC mit NVIDIA-RTX-Karte.

Wie gut ist lokale KI im Vergleich zur Cloud?

Colibri nutzt 18 kleine Modelle, jedes auf eine Aufgabe spezialisiert, etwa Szenenbeschreibung, Spracherkennung oder Übersetzung. Für diese Aufgaben erreichen sie die Qualität großer Allzweckmodelle, bei einem Bruchteil der Energie und ohne dass eine Datei das Haus verlässt.

Kann Colibri mit unseren bestehenden Systemen zusammenarbeiten?

Ja. Colibri liest Fileserver, Cloud-Ordner und vorhandene Datenbanken dort, wo sie liegen, und legt eine Wissensschicht darüber. Nichts wird migriert. Es läuft als eigene App oder unsichtbar hinter den Werkzeugen, die Sie schon nutzen.

Lokale KI am eigenen Material ausprobieren

Die Beta läuft. Bringen Sie eine Frage an Ihr Archiv mit, Colibri beantwortet sie auf Ihrer Hardware.